Bad Arolser Kirchengemeinde trinkt fairen Kaffee

Der Kirchenvorstand hat im Jahr 2008 beschlossen, dass die Kirchengemeinde der Aktion von BROT FÜR DIE WELT »Gerecht genießen – 2000 Gemeinden trinken fair« beitritt: Bei den Veranstaltungen, zu denen die Kirchengemeinde einlädt, wird ausschließlich Kaffee aus Bezugsquellen des fairen Handels ausgeschenkt.
Die Kirchengemeinde möchte damit in ihrem Alltag ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit setzen. Kaffee ist eines der wichtigsten Produkte im Weltagrarhandel. Das Einkommen von über 100 Millionen Menschen hängt vom weltweiten Kaffeekonsum ab. Der Anteil am Verkaufserlös, der den Kleinbauern in den Anbauregionen zugebilligt wird, reicht jedoch kaum um eine Familie zu ernähren. Der faire Handel garantiert den Kaffeebauern einen drei- bis viermal höheren Preis als der herkömmliche Kaffeehandel, der von einigen wenigen Nahrungsmittelkonzernen dominiert wird. Zusätzlich erhalten Kaffeebauern, die ihr Produkt über den fairen Handel vermarkten, einen Aufschlag auf ihren Erlös, um gemeinsam soziale Einrichtungen wie Schulen und Gesundheitszentren in ihren Ort­schaften zu schaffen.
Fairtrade-Siegel
Die Kirchengemeinde wünscht sich, dass immer mehr Menschen bei Ihrem Einkauf auf das Fairtrade-Siegel achten und so mit kleinen Schritten zu mehr Gerechtigkeit beitragen. Bei Produkten mit dem Fairtrade-Siegel haben die Verbrau­cher die Gewiss­heit, dass die Lebens- und Arbeits­bedin­gungen von Bauern und Beschäf­tigten durch Fairtrade-Preise und -Prämie verbes­sert werden. Außer­dem sind ille­gale Kinder­arbeit und Zwangs­arbeit ver­boten. Nicht nur bei Kaffee, auch bei vielen anderen Pro­dukten lohnt es sich, auf das Fairtrade-Siegel zu achten.